„Geschichte und Innovation machen die Stadt einzigartig“

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Wer an Delft denkt, denkt an Vermeer, Delfter Blau und Wilhelm von Oranien. Doch die Stadt ist mehr als nur ihre Vergangenheit. Hinter den historischen Fassaden verbirgt sich ein Global Player in den Bereichen Technologie und Innovation. Gerade diese Kombination macht Delft einzigartig.

Als Michiel van der Schaaf im Jahr 2023 Geschäftsführer von Delft Marketing wurde, erkannte er sofort die Stärke der Stadt. „In Delft sind die Menschen noch wirklich füreinander da. Wenn man von links kommt, erhält man oft einfach Vorfahrt. Und wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, entstehen wunderbare Dinge.“ Dieses Engagement bietet seiner Meinung nach zahlreiche Möglichkeiten, die Stadtmarke Delft, „Creating History“, weiter zu stärken. „Dabei geht es nicht nur darum, Geschichte zu bewahren, sondern auch darum, Geschichte zu schreiben. Wir sind stolz auf unsere Vergangenheit, sollten aber viel besser zeigen, wie viele Innovationen hier entstehen.“

Broedplaats

„Delft war schon immer eine Stadt der Macher“, sagt Van der Schaaf. „Aus dieser Tradition des Pioniergeistes und der Technik heraus haben wir uns zu der innovativen Stadt entwickelt, die wir heute sind. Delft gehört international zu den Spitzenreitern in den Bereichen Robotik und Smart-Home-Technologie. Dennoch sind diese Geschichten noch nicht ausreichend sichtbar.“ Darin liegt laut Van der Schaaf eine wichtige Aufgabe für Delft Marketing. Die Organisation möchte Innovationen besser bekannt machen und Akteure miteinander vernetzen. Zu 80 Prozent knüpfen wir an das an, was bereits geschieht, fährt er fort. „Darüber hinaus fördern wir neue Kooperationen. Einwohner, Unternehmer, Bildungseinrichtungen, Kulturschaffende und junge Talente erzählen gemeinsam die Geschichte von Delft.“ Dies geschieht unter anderem mithilfe von Innovationskubussen und Stadtbannern, auf denen besondere Entwicklungen in Delft sichtbar gemacht werden. Vor allem aber dadurch, dass Menschen und Organisationen miteinander vernetzt werden. „Die Geschichte von Delft können wir nicht alleine erzählen. Unternehmer, Kreative und Innovatoren sind der lebendige Beweis für unser Markenversprechen ‚Delft, Creating History‘. Deshalb laden wir sie ein, Innovationen und besondere Entwicklungen mit uns zu teilen. So machen wir sichtbar, was Delft zu bieten hat.“

Roboterjahr 2026

Dieses Ziel rückt in diesem Jahr mit der Initiative „The robots are coming“ besonders in den Fokus. Unter diesem Motto steht Delft im Jahr 2026 ein ganzes Jahr lang ganz im Zeichen der Robotik und Innovation. Einer der Höhepunkte ist die Innovation Gallery im Huis van Delft. Acht führende Organisationen zeigen dort, wie Innovationen aus Delft zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Die kostenlose Ausstellung zog bereits in den ersten drei Monaten 12.000 Besucher an. „Roboter klingen für manche Menschen vielleicht aufregend“, sagt Van der Schaaf. „Aber letztendlich geht es darum, wie Technologie unser Leben verbessern kann.“ Das Roboterjahr knüpft nahtlos an das Bestreben an, Delft stärker als Innovationsstadt zu positionieren. Klein in der Größe, groß in der Wirkung Obwohl Delft relativ klein ist, hat die Stadt laut Van der Schaaf einen Einfluss, der weit über die Gemeindegrenzen hinausreicht. „Wir bezeichnen uns manchmal als Calimero. Rotterdam und Den Haag sind groß, und wir sind klein. Doch mittlerweile heißt es in der Wirtschaftspolitik von Rotterdam, dass die Innovationskraft von Delft für den Wandel des Hafens notwendig ist. Dann hat man also etwas Unwiderstehliches zu bieten.“ Auch in anderen Bereichen spielt Delft eine wichtige Rolle. So gehört die TU Delft weltweit zur Spitze im Bereich der Robotik, und die Universität ist ein wichtiger Motor für Innovationen im Gewächshausanbau im Westland.

Gemeinsame Geschichte

Für Van der Schaaf dreht sich Stadtmarketing letztendlich nicht um Kampagnen, sondern darum, eine gemeinsame Geschichte zu erzählen. „Jeder Einwohner von Delft ist unser Botschafter. Deshalb möchten wir das Bewusstsein dafür schärfen, was für eine besondere Stadt Delft ist. Wenn alle dieselbe Geschichte erzählen, profitiert die ganze Stadt davon.“ Diese Zusammenarbeit zwischen Einwohnern, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und jungen Talenten ist unerlässlich, um Besucher anzuziehen, Talente zu halten und junge Menschen zu inspirieren. „So holen wir die richtigen Menschen nach Delft und ermutigen junge Menschen, sich für Technik zu entscheiden. Als Stadt haben wir unglaublich viel zu bieten. Darauf dürfen wir durchaus stolzer sein.“

Roboter verbessern die Lebensqualität

Die Modedesignerin und Innovatorin Anouk Wipprecht ist eine der Botschafterinnen des Roboterjahres 2026. Mit ihrer international bekannten „Robotic Couture“ verbindet sie Mode, Kunst und Technologie. Ihre intelligenten Entwürfe reagieren auf Signale des menschlichen Körpers und machen die Robotik greifbar und zugänglich. „Roboter sind weder beängstigend noch bedrohlich, sondern können im Gegenteil unsere Lebensqualität verbessern.“ Mit ihrer Arbeit möchte Wipprecht vor allem junge Menschen für Technik begeistern. Insbesondere möchte sie Mädchen zeigen, dass Technologie auch kreativ und überraschend sein kann. Über ihre Verbindung zur TU Delft arbeitet sie mit internationalen Organisationen wie der NASA, Disney und Adidas zusammen und hält weltweit Vorträge und Workshops ab.

Quelle: Delft.business